Organisation in besonderen Situationen

Distanzunterricht

Organisatorischer und pädagogischer Plan für verlässliches Lernen außerhalb des Klassenraums.

Hinweis zum Dokument

Dieses Konzept entstand auf Grundlage der pandemiebedingten Regelungen von 2020/21. Bei einer erneuten Distanzphase gelten zusätzlich immer die aktuellen Vorgaben des Landes und die Mitteilungen der Schulleitung.

Gemeinsame Verantwortung

Organisatorischer und pädagogischer Plan

Dieser Plan entstand unter Berücksichtigung der Zweiten Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung gemäß § 52 Schulgesetz vom 2. Oktober 2020.

Die Regelungen zum Distanzunterricht dienen dem Ziel, das Recht aller Schülerinnen und Schüler auf schulische Bildung und individuelle Förderung gemäß § 1 des Schulgesetzes NRW auch bei einer geänderten Unterrichtsorganisation zu verwirklichen.

Dafür ist ein enger und planvoller Austausch zwischen allen Beschäftigten der Schule, der Schüler- und der Elternschaft auch bei räumlicher Distanz unverzichtbar. Die vermittelten Inhalte dienen wie im Präsenzunterricht dem Vertiefen, Üben und Wiederholen sowie der altersgemäßen Erarbeitung neuer Themen.

Da handlungsorientiertes Lernen auf Distanz erschwert ist, wird durch gezielte Aufgabenstellungen gegengesteuert. Im wieder einsetzenden Präsenzunterricht wird darauf ein besonderer Fokus gelegt. Die Schülerinnen und Schüler erfüllen ihre Pflichten aus dem Schulverhältnis im Distanzunterricht im gleichen Maße wie im Präsenzunterricht. Stunden im Distanzunterricht werden daher nicht als Fehlstunden im Zeugnis vermerkt.

Schulleitung, Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, DaZ-Fachkraft, sozialpädagogische Fachkraft, Integrationshilfen und OGTS-Mitarbeitende arbeiten in gemeinsamer Verantwortung und enger Abstimmung zusammen. Beschäftigte ohne Klassenleitung unterstützen die Klassenleitungen intensiv.

Schulleitung und Klassenleitungen informieren Eltern und Kinder über die Organisation. Neue Vorgaben werden nach Eingang der offiziellen Mitteilung des Schulministeriums – nicht aufgrund vorläufiger Presseberichte – per Elternbrief und über die Schulhomepage verbreitet. Bei Bedarf folgen ergänzende E-Mails. Die Schulleitung steht außerdem im engen Austausch mit dem Vorsitz der Schulpflegschaft.

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Umsetzung in der Schule

Es wurde eine Notbetreuung eingerichtet, zu der Schülerinnen und Schüler entsprechend den damaligen Vorgaben Zugang hatten. Die Anmeldung erfolgte ausschließlich schriftlich durch die Eltern bei der OGTS-Leitung. Durchgeführt wurde die Betreuung von Lehrkräften und Erzieherinnen, meist im Verhältnis einer Lehrkraft zu zwei Betreuungskräften.

Zu Beginn des Betreuungstages unterstützten Lehrkräfte die Kinder bei ihren Aufgaben auf Distanz. Ein zeitiges Erscheinen war sinnvoll, weil im späteren Verlauf Spiel- und Bewegungsphasen im Mittelpunkt standen. Zur Kontaktreduzierung wurden feste Gruppen gebildet, die meist aus zwei, höchstens drei Klassen bestanden.

Zusätzlich konnten Lehrkräfte Kinder zu einem zeitlich begrenzten Schulbesuch einladen, meist für ungefähr zwei Stunden an einem bis fünf Tagen pro Woche. Das übergeordnete Ziel bestand darin, ein chancengerechtes und gleichwertiges Lernumfeld zu schaffen.

  • Die DaZ-Fachkraft unterstützte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.
  • Sonderpädagogische Fachkräfte begleiteten Kinder mit bestehendem oder möglicherweise zukünftigem Förderschwerpunkt.
  • Integrationshilfen und die sozialpädagogische Fachkraft unterstützten Kinder mit Förderschwerpunkt und weiterem Unterstützungsbedarf.

Wenn sich nicht alle Klassen im Distanzunterricht befanden, wurden besonders die Bedürfnisse jener Kinder berücksichtigt, die stärker auf Präsenzunterricht angewiesen waren – insbesondere in den Eingangsklassen. Bei längerfristigem Lehrkräftemangel war vorgesehen, zunächst Jahrgang 3, anschließend Jahrgang 4 und danach Jahrgang 2 im Distanzunterricht zu beschulen.

Seit Januar 2021 verfügte die Schule über 90 Tablets und WLAN in allen Räumen. Kinder in der Notbetreuung konnten diese Geräte für Videokonferenzen, IServ-Aufgaben und das Klassenpadlet nutzen. Zusätzlich stand in jedem Klassenraum ein Smartboard zur Verfügung. Kindern mit Unterstützungsbedarf konnten Schulgeräte für das Lernen zu Hause überlassen werden.

Umsetzung zu Hause

Alle Bücher, Arbeitshefte und sonstigen Arbeitsmaterialien befanden sich bei den Kindern zu Hause. Für möglichen spontanen Distanzunterricht hatte jeder Jahrgang bereits während des Präsenzunterrichts geeignete Materialien vorbereitet. Auch für Englisch, Kunst, Musik, Religion und Sport lagen entsprechende Aufgaben vor. Diese ergänzten den wöchentlich erstellten Aufgabenpool.

Die Andreas-Schule nutzte IServ im Präsenz- und Distanzunterricht als Schulserver. Ausgewählte Aufgaben sollten als PDF oder per E-Mail an die zuständige Lehrkraft zurückgesendet werden. War dies nicht möglich, konnten Aufgaben in einem mit Namen und Klasse versehenen Umschlag über den Schulbriefkasten abgegeben werden.

Eine qualitative Auswahl war einer rein mengenmäßigen Abgabe vorzuziehen. Vorrangig wurden Aufgaben eingefordert, die für die Einschätzung des Lernstandes wichtig waren. Sie dienten der Weiterarbeit und ermöglichten eine gezielte Rückmeldung.

Die Kinder erhielten innerhalb von ein bis drei Werktagen schriftliches oder mündliches Feedback – über IServ, Videobotschaft, Videokonferenz, E-Mail oder Telefon. Das Vorgehen wurde zwischen Parallelklassen abgestimmt. Die Rückmeldung würdigte die erbrachte Leistung und informierte über die Lern- und Leistungsentwicklung.

Im Distanzunterricht erbrachte Leistungen wurden wie sonstige Leistungen gewertet, etwa Hausaufgaben, mündliche Mitarbeit oder Referate. Lernerfolgsüberprüfungen sollten nach längerem Distanzunterricht erst nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit im Präsenzunterricht, frühestens nach einer Schulwoche, geschrieben und standardisiert bewertet werden.

Digitale Unterstützung

  • Jeder Klasse stand ein Klassenpadlet zur Verfügung.
  • Jedes Fach war entsprechend der Stundentafel vertreten.
  • Wochen-, Themen- und häufig zusätzliche Tagesplanungen halfen bei der Einteilung des Unterrichtsstoffs, ohne starr bindend zu sein.
  • Themen- und adressatenbezogene Lernvideos ergänzten das Aufgabenangebot.
  • Das Padlet konnte auch zur Übermittlung von Eltern- und Schülerinformationen dienen.
  • Ein- bis zweimal pro Woche fanden in Kleingruppen Videokonferenzen über IServ statt – mit kurzen Unterrichtssequenzen, Erklärungen, Fragestunden und Präsentationen.
  • Zusätzlich wurde wöchentlich eine freiwillige offene Videokonferenz für Rückfragen und weitere Anliegen angeboten.

Da Lehrkräften die notwendigen dienstlichen Endgeräte damals noch nicht vollständig zur Verfügung standen, nutzten sie zeitweise Schultablets oder private Geräte. Der Bedarf an Endgeräten in den Familien wurde abgefragt. Mit Erlaubnis der Stadt Korschenbroich konnten vorhandene Tablets ausgeliehen werden, solange vorgesehene Geräte noch nicht geliefert waren.

Bei Bedarf unterstützten DaZ-Fachkraft, Sonderpädagogik und sozialpädagogische Fachkraft zusätzlich per Telefon, Videokonferenz oder Hausbesuch.

Seit November 2020 wurden Eltern und Kinder im Umgang mit IServ geschult. Die seit März 2020 genutzten Klassenpadlets wurden fortlaufend aktualisiert. Neben Klassenleitung, Schulleitung und Administration stand eine weitere Lehrkraft für Fragen zu den eingesetzten digitalen Medien zur Verfügung.

Einsatz der Lehrkräfte auf Distanz

Lehrkräfte wurden entsprechend ihrer Stundenzahl und ihrer sonstigen Aufgabe in die Betreuung einbezogen. Klassenleitungen übernahmen nach Möglichkeit die Betreuung ihrer Klasse von zu Hause aus. Sie hatten Zugriff auf alle IServ-Werkzeuge und die in der Schule hinterlegten Dateien.

Parallelklassenleitungen pflegten gemeinsame Ordner für ihre Jahrgangsstufe und konnten zusammen Aufgaben entwickeln. Außerdem waren Korrekturen, Konzeptarbeit und die Entwicklung von Materialien für andere Lehrkräfte möglich. Die Aufgabenverteilung wurde dem Kollegium transparent gemacht.

Kommunikation

Eltern konnten sich nach Absprache per E-Mail, Telefon oder Videokonferenz mit den Lehrkräften austauschen und erhielten regelmäßig Informationsschreiben. In einem schulinternen Feedbackbogen konnten sie Eindrücke und Erfahrungen schildern und damit zur Optimierung beitragen.

Lehrkräfte arbeiteten in Jahrgangsteams und führten regelmäßige Besprechungen durch – unter Beachtung der Hygienevorschriften in der Schule oder per Videokonferenz. Zusätzlich fand einmal wöchentlich eine Videokonferenz mit dem gesamten Kollegium statt.

Ziel des intensiven Austauschs war eine pädagogisch-didaktische Begleitung, die Lehrpläne und Leistungsstand der Jahrgangsstufe berücksichtigt. Schwerpunkte und Anforderungen wurden gemeinsam festgelegt, damit die Kinder weder unter- noch überfordert wurden.

Die Schulleitung tauschte sich täglich mit der OGTS-Leitung aus, um eine möglichst reibungslose Betreuung zu gewährleisten. Sie korrespondierte außerdem regelmäßig mit den örtlichen Grundschulen, dem Schulträger und der Schulaufsicht.

Ergänzung

Bei anhaltender Pandemie sollte auch die Vorschule über ein eigenes Padlet und Elternbriefe einbezogen werden.

Im konkreten Fall

Aktuelle Informationen haben Vorrang

Bitte beachten Sie immer die jeweils neueste Elternpost und die direkte Information Ihrer Klassenleitung.

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